HEUTE IST…
22. Oktober 2008CAPS LOCK DAY. WENN ICH MIR DAS RICHTIG ÜBERLEGE… IN DIVERSEN FOREN SCHEINT WOHL DAS GANZE JAHR ÜBER CAPS LOCK DAY ZU SEIN.
CAPS LOCK DAY. WENN ICH MIR DAS RICHTIG ÜBERLEGE… IN DIVERSEN FOREN SCHEINT WOHL DAS GANZE JAHR ÜBER CAPS LOCK DAY ZU SEIN.
AffilixX.com, ein Projekt von Markus Kellermann, ist eine Partnerprogramm Suchmaschine, mit der man geeignete Partnerprogramme für die Monetarisierung von Webseiten finden kann. Das interessante ist, dass man nicht nur rausfinden kann, ob und bei welchem Netzwerk es zu einem bestimmten Shop ein Partnerprogramm gibt, sondern man kann auch anhand von Suchbegriffen passende Partnerprogramme finden. Die hilfreiche Suggest-Funktion hilft bei der Wahl des richtigen Begriffs. Auch ansonsten ist die Suchfunktion aufgrund der hilfreichen Filtermöglichkeiten und der übersichtlichen SERP Darstellung komfortabel benutzbar.
Mit dem sogenannten “Verdienometer” kann man die zu erwartenden Verdienste anhand von verschiedenen Vorgaben (Besucher, Klickrate, Leadrate…) einfach berechnen und so die Programme vergleichen.
Die Daten (Provision, Beschreibung des Programms etc.) werden über einen CSV Export der jeweiligen Netzwerke ausgelesen. Unterstützt werden die Netzwerke Affili.net, Zanox, Vitrado, webgains und belboon.
Und genau hier liegt meiner Meinung nach die große Schwäche: Zunächst fehlen wichtige Netzwerke wie adbutler und superclix und weiterhin die ganzen Programme, welche Inhouse betreut werden. Dadurch fehlen gerade die Programme, die man schwer findet und wofür man so eine Suche gut gebrauchen könnte.
Gerade in Nischen finde ich die wirklich guten Programme meist per Zufall, weil diese nicht in den großen Netzwerken vertreten sind. Natürlich kann man sein Partnerprogramm auch eintragen lassen, was allerdings monatliche Kosten verursacht.
Natürlich muss sich so ein Dienst auch refinanzieren, gerade für die kleinen Programme lohnt sich diese pauschale Abrechnung eventuell aber nicht. Ich denke ein erfolgsbasiertes Modell, mit dem auch die Empfehlungen für große Netzwerke abgerechnet werden, wäre hier besser. Auch die Möglichkeit, sich den ersten Platz zu kaufen, halte ich für fragwürdig. Besser wäre hier meiner Meinung nach eine klare Abgrenzung ähnlich wie bei AdSense, oder der Verkauf von Bannerwerbung.
Heute startete offiziell die neue Suchmaschine Cuil (ausgesprochen: “Cool”), ein Projekt von Tom Costello (ehemals IBM), AltaVista Gründer Louis Monier und den beiden Ex-Googlern Anna Patterson und Russell Power, die zuvor für den Index von Google verantwortlich waren. Gerade in diesem Punkt will Cuil den derzeitigen Platzhirsch Google übertrumpfen. Auf der Infoseite beschreibt sich Cuil sehr selbstbewusst als “the world’s biggest search engine”. Weiter wird behauptet, dass von Cuil 3mal mehr Seiten durchsucht werden, als von Google. “Ich denke, wir sind besser als Google”, zitiert die “New York Times” Cuil-Mitgründer Tom Costello. Cuil reiht sich damit in die lange Liste von Suchmaschinen ein, welche Google Marktanteile abnehmen wollten. Beispiele für solche SEs wären z.B. Exalead oder auch Search Wikia. Stellt sich die Frage, ob Cuil genug bietet um nicht wie die vorher genannten Suchmaschinen mehr oder weniger zu scheitern, sondern um eine Alternative zu Google zu werden.
In der Tat bietet Cuil einige gute, wenn auch gewöhnungsbedürftige, Neuerungen. So lobt Fridaynite z.B. die tolle Ergebnisseite. Wie bei Google besteht jedes Ergebnis aus dem Inhalt des Titletags der jeweiligen Seite, einer Description sowie der Ziel URL. Das besondere ist, dass neben jedem Ergebnis noch ein Bild angezeigt wird, was offensichtlich der jeweiligen Seite entnommen wird. Weiterhin fällt auf, dass die Beschreibung der Seite sehr viel länger als bei Google ist und offensichtlich nicht immer aus dem Description Tag entnommen wird, auch wenn einer vorhanden ist (siehe SERPS zu New York -> Platz1 nytimes.com). Cuil listet die Ergebnisse auch nicht wie andere Suchmaschinen untereinander auf, sondern bedient sich einer Darstellung in 3, wahlweise 2 Spalten. Eine weitere tolle Neuerung sind die Vorschläge am oberen Rand z.B. “New York Hotels” und die Einteilung der SERPs in Kategorien. Gerade bei den Ergebnissen zu “SEO” gefallen mir diese Kategorien. Ein weiterer Punkt, der besonders Datenschützer freuen wird, ist, dass keine personenbezogenen Daten der User und der Suchanfragen gespeichert werden.
Das alles ist gut gelöst und hebt Cuil von den anderen Suchmaschinen ab. Doch viel wichtiger für den Erfolg einer Suchmaschine ist der Index und die Relevanz der Ergebnisse. Zu diesem Thema hat Danny Sullivan einen sehr guten Artikel geschrieben und analysiert die Ergebnisse bei Suchanfragen die mehrere Bedeutungen haben (z.B. “Cars”: es kann sowohl der Film gemeint sein, als auch Autos). Wenn man jetzt den Index testet, sollte man darauf achten, dass Cuil sich zunächst auf englische Anfragen konzentriert. Der deutsche Index wird wie bei Google erst später folgen. Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass Cuil zwar anzeigt tausende Ergebnisse gefunden zu haben, aber wenn man sich dann die weiteren Ergebnisseiten anschaut, kommt ab Seite 4 Ein Hinweis das keine weiteren Ergebnisse gefunden wurden. Wenn Cuil wieder online ist, liefer ich dazu einen Screeenshot nach.
Cuil hat meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet und eine Chance sich gut am Suchmaschinenmarkt zu platzieren. Dazu muss jedoch zunächst die Bekanntheit drastisch gesteigert werden (dürfte wohl das größte Problem sein) und natürlich viel Feintuning bzgl. des Rankings betrieben werden. Laut Aussage von cuil, wird beim Ranking weniger auf Links als auf den Content geachtet. Dies wird aber wiederum von Danny Sullivan in einem weiteren interessanten Beitrag zu Recht bezweifelt.
Weitere Berichte finden sich bei Robert Basic, Heise und Search Engine Journal
P.S. Momentan ist cuil.com nicht erreichbar. Die Kapazitäten werden gerade erweitert.
Ich habe gerade bei seo-radio.de gelesen, dass Wikipedia fast alle Artikel auf Noindex/Nofollow gesetzt haben soll. Ich habe das gleich mal getestet: Tatsächlich findet man in sehr vielen Artikeln im Head Bereich die Anweisung
meta name="robots" content="noindex,nofollow" />
Warum sich Wikipedia dazu entschlossen hat und nach welchem System die Artikel auf Noindex/Nofollow gesetzt werden, ist mir noch nicht bekannt.
Für einige dürfte das allerdings die News des Jahres sein, da Wikipedia bei sehr vielen Keys, gerade in Nischen, Toppositionen besetzt hat. Mit dieser Änderung müsste Wikipedia in den nächsten Tagen komplett aus dem Index von Suchmaschinen verschwinden
Ich denke nicht, dass das nur ein Versehen war, fragt sich nur wann und ob sich Wikipedia dazu offiziell äußert. Berichte finden sich auch bei Robert Basic und website-spy.de
~ Update 23.07. 15:04 Uhr
In der englischen Wikipedia ist nirgendwo ein nofollow zu finden.
In einem Kommentar bei Robert Basic wurde ein möglicher Grund genannt: Artikel die als überarbeitungsbedürftig gekennzeichnet sind, werden ausgeschlossen, um bei Google nur mit guten Artikeln gelistet zu sein. Werde ich mal gleich überprüfen.
~ Update 2 (16:44 Uhr)
Sollte nun wieder behoben sein. Ich halte das dennoch für einen interessanten Ansatz, um nur qualitativ hochwertige Seiten zu listen. Artikel die noch nicht gesichtet wurden, oder Artikel die einfach fehlerhaft sind, werden solange aus dem Index rausgehalten, bis diese eine annehmbare Qualität haben.
Natürlich könnten so einige potentielle Autoren wegfallen, die bei ihrer Recherche auf den Artikel gestoßen sind und diesen mit ihrem Wissen verbessern können.
Gerade bei Gründerszene und Heise gelesen: Das US-amerikanische Social Network Facebook klagt beim Supreme Court von Kalifornien gegen studiVZ. Die Klage in den USA ist möglich, weil studiVZ 2007 für 50 Millionen Euro von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck übernommen wurde, welche Assets in den USA besitzt.
Der Vorwurf lautet das studiVZ mit Design, Features und Diensten geistiges Eigentum von Facebook kopiert hat. Außerdem soll studiVZ ohne Genehmigung auf die Computersysteme von Facebook zugegriffen haben, um sich unrechtmäßig Daten zu verschaffen. Laut einer Sprecherin von Facebook ist auch eine Klage vor einem deutschen Gericht nicht ausgeschlossen.